Ein Potentiometer mit dem Arduino auszulesen ist eines der ersten Dinge, die man kennen sollte. Drei Kabel, ein paar Zeilen Code, und schon hat man einen variablen Eingang, den man für fast alles nutzen kann — Drehzahlregelung, Helligkeit, Scrollen, was auch immer.
Bauteile
- Arduino (beliebiges Modell)
- 10-kΩ-Potentiometer
- Jumper-Kabel
Wie ein Potentiometer funktioniert
Ein Potentiometer ist ein variabler Widerstand mit drei Pins. Die beiden äußeren Pins werden an Spannung und Masse angeschlossen. Der mittlere Pin — der Schleifer — gleitet entlang einer Widerstandsbahn, sodass beim Drehen des Knopfes eine Spannung zwischen 0 und 5 Volt ausgegeben wird. Diese Spannung liest der Arduino.
Verdrahtung
Den linken äußeren Pin mit 5V verbinden, den rechten äußeren Pin mit GND, und den mittleren Schleifer-Pin mit A0 am Arduino. Jeder analoge Eingangspin funktioniert — A0 ist nur eine gängige Wahl. Das ist die gesamte Schaltung.
Rohwerte auslesen
Die Funktion analogRead() gibt einen Wert zwischen 0 und 1023 zurück, entsprechend 0–5V. Den Sketch unten hochladen, seriellen Monitor bei 9600 Baud öffnen und am Knopf drehen — die Zahl ändert sich in Echtzeit.
void setup() {
Serial.begin(9600);
}
void loop() {
int value = analogRead(A0);
Serial.println(value);
delay(100);
}
In Prozent umrechnen
Rohzahlen zwischen 0 und 1023 sind nicht immer gut lesbar. Die Funktion map() erlaubt es, sie in beliebige Bereiche umzurechnen. Hier eine Version, die 0–100% ausgibt — auf einen Blick viel einfacher abzulesen:
void setup() {
Serial.begin(9600);
}
void loop() {
int value = analogRead(A0);
int percent = map(value, 0, 1023, 0, 100);
Serial.print(percent);
Serial.println("%");
delay(100);
}
Verwendungsmöglichkeiten
Mit einem variablen Analogeingang lässt sich fast alles steuern: LED-Helligkeit per PWM, Motordrehzahl über eine H-Brücke, Servo-Position oder sogar Menünavigation. Ein einfaches Bauteil, das überall auftaucht.
Den vollständigen Code findest du auf meiner Website. Wenn du etwas damit baust, zeig es im Discord — ich würde gerne sehen, was die Leute machen.